Pflegestufen, eine Pflegeberatung

Ein plötzlicher Eintritt der Pflegebedürftigkeit eines nahe stehenden Menschen, stellt seine Angehörigen vor eine schlimme Situation. Viele Fragen entstehen: Die Pflegestufen dienen der differenzierten Unterscheidung von Pflegebedürftigkeit. Es gibt die Pflegestufe I, II und III. Die Pflegestufe I gilt für erheblich, die II für schwer- und die III für schwerstpflegebedürftige Menschen. Mit den einzelnen Pflegestufen zeigt sich ein steigender Pflege- und Betreuungsaufwand auf. Je höher die Pflegestufe, desto höher die Pflegezeit, die der zu Pflegende in Anspruch nimmt. Sie erhalten als Pflegeperson ein Pflegegeld, welches sich in der Höhe des Betrages an die jeweilige Pflegestufe orientiert. Und auch hier gilt: je höher die Pflegestufe, desto höher das Pflegegeld. 2013 werden die Beträge des Pflegegeldes für die einzelnen Pflegestufen erneut angehoben. Weiterhin stellt sich die Frage, was die Pflegestufe für die Sicherstellung der Versorgung bedeutet? Und was ist, wenn eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung und -Pflege benötigt wird?, die pflegebedürftige Person nicht in ein Altersheim einziehen möchte? und sie als Angehöriger keine 24h Zeit und Kraft haben, sich zu kümmern? Dann könnte eine 24h Betreuerin, die bei dem Betroffenen in die Häuslichkeit mit einzieht, die Lösung sein. „Was die jeweiligen Pflegestufen für die 24h Betreuung bedeuten, erfahren sie hier:

Pflegestufen: Was ist das?

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit legt in Deutschland fest, wer laut Pflegeversicherung im Sozialgesetzbuch XI als pflegebedürftig gilt und damit einer Pflegestufe zugeordnet werden kann. § 14 SGB XI „[...] sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für sechs Monate, in erheblichem oder höheren Maße (§ 15) der Hilfe bedürfen.“ Diese Definition verdeutlicht, dass pflegebedürftige Menschen sich in verschiedenen, eigentlich selbstverständlichen Tätigkeiten des täglichen Lebens nicht mehr selbst helfen können und damit das Recht auf Geld- oder Sachleistungen seitens der Pflegeversicherung haben, um eine Hilfe zur Selbsthilfe zu erfahren. Der §15 des SGB XI differenziert hierzu mehrere Stufen – sprich: Pflegestufen, die unterschiedliche Grade der Pflegebedürftigkeit festlegen. An diesen Pflegestufen gemessen, erhält der Betroffene bzw. die Pflegeperson (Angehöriger) ein entsprechend angepasstes Pflegegeld. Für den Einsatz professioneller Pflege, durch einen ambulanten Pflegedienst wird eine an die jeweilige Pflegestufe angepasste Pflegesachleistung, direkt an den Pflegedienst gezahlt. Auch bei einem Einzug in ein stationäres Altenpflegeheim zahlt die Pflegekasse die Pflegesachleistung an die Pflegeeinrichtung direkt. Sie können im Fall der Nutzung eines ambulanten Pflegedienstes ein vermindertes Pflegegeld erhalten, wenn die Pflegesachleistung nicht vollständig ausgeschöpft wird (§38 SGB XI Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistung). Die Beträge für die festgestellte Pflegestufe entnehmen sie der unten aufgeführten Tabelle 1.

Die monatliche Pauschale für 1 Person beträgt in Abhängigkeit von der persönlichen Situation und der Pflegestufe ab 01.01.2015:

Pflegestufe monatliche Gesamt-
pauschale für eine
Person ab*
Zuschuss durch
die Pflegekasse**
aufzubringender
Betrag für eine
Person
0 1.850 Euro 123 Euro 1.192,50 Euro
1 1.900 Euro 316 Euro 1.049,50 Euro
2 2.000 Euro 545 Euro 920,50 Euro
3 2.100 Euro 728 Euro 837,50 Euro
Tabelle 1

Was ist für Sie wichtig, wenn Sie eine Pflegestufe beantragen?

Wer macht die Beantragung?

Es kommt immer auf die Situation an. Wenn Ihr Angehöriger einen plötzlichen Zustand der Pflegebedürftigkeit annimmt, z.B. bei einem Schlaganfall, dann wenden Sie sich an den Sozialdienst des Krankenhauses, indem Ihr Angehöriger aufgenommen wurde. Die Mitarbeiter werden Ihnen eine Beratung zu allen Themen anbieten und auch die Pflegestufe beantragen. Bei einer eher langsam zunehmenden Pflegebedürftigkeit, z.B. bei einer Alzheimer-Demenz, lassen Sie sich bei unabhängigen Pflegeberatern bzw. in einem Pflegestützpunkt beraten. Auch hier wird Ihnen eine ausgesprochen, umfangreiche Hilfe zur Selbsthilfe angeboten. Suchen Sie Ihren ortsnahen Pflegestützpunkt auf. Die Homepage des Zentrums für Qualität in der Pflege unter www.zqp.de. Wird Ihnen benutzerfreundlich den zuständigen Pflegestützpunkt aufzeigen.

Wo wird die Pflegestufe beantragt und wer prüft den aktuellen Gesundheitszustand, damit die richtige Pflegestufe ausgewählt werden kann?

Der Antrag auf die Pflegestufe wird bei der Pflegekasse gestellt. Die Pflegekasse beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, den Grad der Pflegebedürftigkeit durch eine/en Pflegebegutachter/in vor Ort, sprich: im Krankenhaus, in der Reha, im Altersheim oder in der Häuslichkeit zu erheben.

Was wird geprüft und wie wird geprüft?

Es werden die einzelnen Bereiche geprüft, die wie in der Definition nach §14 SGB XI benannt, als gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens anfallen. Hierzu gehört die Körperpflege, die Ausscheidung, die Ernährung, die Mobilität und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. In jedem dieser Bereiche werden Einzeltätigkeiten näher beleuchtet. So sind beispielhaft im Bereich der Körperpflege als gewöhnlich wiederkehrende Verrichtungen die Ganzkörperwäsche, die Ober- oder Unterkörperwäsche, das Waschen des Gesichts und Hände, die Zahnpflege, die Fingernagelpflege, das Rasieren, das Haare frisieren und kämmen und das Baden oder Duschen, sowie des Haarewaschens beschrieben – mehr nicht. Für jede einzelne Verrichtung wird die Art und Weise der Hilfestellung geprüft. Die Art der Hilfestellung kann variieren. Von der selbständigen Durchführung des Pflegebedürftigen selbst, z.B. Hände waschen kann allein durchgeführt werden; über die Unterstützung, z.B. Seife wird in Reichweite platziert; über die teilweise Übernahme, z.B. Wasserhahn wird angestellt, Seife wird auf die Hände getropft, Handtuch zum Abtrocknen wird gereicht; bis hin zu vollen Übernahme, z.B. das Händewaschen wird passiv durch eine dritte Person im vollen Umfang durchgeführt. Weiterhin werden Hilfestellungen, wie die Anleitung und die Beaufsichtigung, berücksichtigt. Für jede Hilfestellung misst der/die Pflegebegutachter/in Minutenwerte. Zählt man am Ende der Begutachtung alle Minuten der einzelnen Verrichtungen in sämtlichen Bereichen zusammen, entsteht der Wert der Pflegezeit. Die Höhe der Pflegezeit bestimmt die Pflegestufe (siehe Tabelle 2).

Pflegestufe Beschreibung Pflegezeitwert
1 erheblich Pflegebedürftige > 90 Minuten insgesamt, wobei 45 Min. mindestens
in der Körperpflege, der Ausscheidung, der Ernährung   
und/oder der Mobilität benötigt werden muss.
Zudem muss mehrmals in der Woche Hilfe im Haushalt
erforderlich sein.
2 Schwerpflegebedürftige > 3 Stunden insgesamt, wobei 2 Stunden mindestens
in der Körperpflege, der Ausscheidung, der Ernährung
und/oder der Mobilität benötigt werden muss.
Zudem muss mehrmals in der Woche Hilfe im Haushalt
erforderlich sein.
3 Schwerstpflegebedürftige > 5 Stunden insgesamt, wobei 4 Stunden mindestens
in der Körperpflege, der Ausscheidung, der Ernährung
und/oder der Mobilität benötigt werden muss.
Zudem muss mehrmals in der Woche Hilfe im Haushalt
erforderlich sein.
Tabelle 2 Quelle: Beck-Texte 2010: Sozialgesetzbuch I – XII, Seiten 1401-1402, deutscher Taschenbuch Verlag

Tipps

Um bei dem Besuch des Pflegebegutachters gut vorbereitet zu sein, legen Sie sich ein Pflegetagebuch an. Dieses muss täglich geführt werden. Jede einzelne Verrichtung muss genau in seinem zeitlichem Umfang dokumentiert werden. Auch nächtliche Einsätze. Beachten Sie in Ihren Dokumentationen vor Allem das Niederschreiben pflegeerschwerender Situationen oder Zustände. Denn diese bringen Ihnen mehr Zeit und damit womöglich eine höhere Pflegestufe. Die folgenden Beschreibungen benennen diese Mehraufwände in Bezug auf die zu pflegende Person:

Sie können sich unter der Homepage des www.vdk.de einen Vordruck eines Pflegetagebuchs downloaden. Der Sozialverband „VdK“ wird Sie auch gut beraten können und unter Umständen eine unabhängige Pflegebegutachtung ermöglichen. Durch eine unabhängige Pflegebegutachtung erhalten Sie eine Gegenüberstellung zum Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und können im Fall eines möglichen Widerspruchs zum Bescheid der Pflegeeinstufung besser argumentieren. Für weitere Fragen zu den Pflegestufen oder einer 24h Betreuung rufen Sie uns einfach an.

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